
Bestellmanager: Funktionen im Überblick
7 Seiten
Stand: 6. November 2026
Inhalt
Arbeitsabläufe (Workflows) definieren
Zielgruppe: Büro, Chef, Küchenchef — in Zusammenarbeit mit dem APRO-Techniker
Typische Nutzung: Einmalig beim Einrichten; Anpassung bei Umbau der Küche, neuer Station, geändertem Serviceablauf
Aufruf: `my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Arbeitsabläufe`
Zweck
Ein Arbeitsablauf beschreibt, welchen Weg eine Bestellung von der Kasse bis zur Ausgabe an den Gast nimmt. Er beantwortet drei Fragen: Welche Stationen gibt es (warme Küche, kalte Küche, Salatplatz, Bar, Pass)? Welcher Bestellmanager sieht welche Artikel und zu welchem Zeitpunkt? Was passiert, wenn ein Artikel den nächsten Status erreicht — löst das einen Druck aus, einen Ton, oder wird der folgende Gang freigeschaltet? Sauber definierte Workflows sorgen dafür, dass niemand in der Küche eine Bestellung übersieht und dass der Service genau dann weiß, dass alles fertig ist.
Einrichtungs-Ablauf
Typischer Einrichtungs-Ablauf eines Workflows:
- Stationen festlegen — Überlegen, welche Produktionsplätze es gibt: Pass, warme Küche, kalte Küche, Salatplatz, Bar, Fritteuse, Dessert. Pro Station wird später ein Bestellmanager aufgestellt.
- Workflow-Schritte definieren — In
my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Arbeitsabläufeeinen neuen Ablauf anlegen oder eine bestehende Vorlage (z. B. „Standard Gastronomie") kopieren. Typische Schritte: „Bestellt" → „In Produktion" → „Fertig" → „Geschickt" → optional „Abgeholt". - Aktion und Status verknüpfen — Jeder Schritt besteht aus einem Status (wo die Bestellung aktuell ist) und einer Aktion (wie der Koch den Schritt abschließt). Die Benennung wird auch auf dem Bestätigungs-Button am Bestellmanager angezeigt — z. B. „In Arbeit", „Fertigstellen", „An Service".
- Verteilerlogik wählen — Pro Schritt wird festgelegt, wie es weitergeht: Schickt der Hauptplatz an den Nebenplatz weiter? Darf die Nebeninstanz selbst „schicken" oder nur „fertig" setzen? Wartet das Ticket auf Bestätigung aller Gänge oder läuft es pro Gang einzeln?
- Bestellmanager zuweisen — In jedem Workflow-Schritt werden die Bestellmanager hinterlegt, die den Schritt sehen und bearbeiten dürfen. Beispiel: „Produziert" sieht die kalte Küche nicht — nur der Passplatz.
- Events und Filter — Pro Schritt können Nebeneffekte konfiguriert werden: Signalton bei Eintreffen einer Express-Bestellung, Druck eines Status-Bons am Pass, Ein-/Ausblenden bestimmter Sparten (z. B. Getränke nicht auf dem Küchenmonitor).
- Druckbereiche anbinden — Pro Workflow-Schritt werden die Druckbereiche ausgewählt, deren Artikel der Monitor zeigen soll (Multi-Select). Ab BM-Neu entfällt die klassische Druckprofil-Maske — die Zuordnung geschieht direkt im Workflow.
- Testlauf — Bestellung über alle Sparten bonieren und prüfen, ob jeder Monitor nur „seine" Artikel sieht und die Schritte sauber durchlaufen.
Einstellungen
Die wichtigsten Stellschrauben:
- Workflows anlegen/kopieren — `my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Arbeitsabläufe`.
- Kompletten Workflow kopieren — In der Workflow-Liste den gewünschten Ablauf markieren und auf Kopieren klicken. Es entsteht eine vollständige Kopie des gesamten Workflows inklusive aller Schritte, Zuweisungen und Einstellungen — ideal als Ausgangspunkt für eine Variante. (Einzelne Schritte lassen sich zusätzlich innerhalb eines Workflows kopieren.)
- Workflow exportieren / importieren (ab Version 10.40.1) — Über die Schaltflächen Export und Import speichern Sie einen kompletten Workflow als Datei und spielen ihn in einem anderen Betrieb (anderes Lokal) wieder ein. So übernehmen Sie einen einmal eingerichteten Ablauf auf weitere Standorte, ohne ihn neu anzulegen.
- Bestellmanager zuweisen — im jeweiligen Schritt; auch Mehrfachzuweisung möglich.
- Umleitung bei Ausfall — Pro Bestellmanager lässt sich der Modus „Ausgefallen" aktivieren. Dann gehen neue Bestellungen nicht mehr auf den Monitor, sondern laufen auf den hinterlegten Ersatzdrucker. Details siehe
druckbereiche-fallback-routing.md. - Helferinstanz — Für gleichwertige Plätze in Stoßzeiten. Zuweisung im Bestellmanager-Verhalten; Bestellungen werden dann abwechselnd verteilt.
- Gangabruf-Modus — inkrementell, auf alle Artikel, nur am Ticket oder deaktiviert — im Verhalten des Bestellmanagers.
- Nebeninstanz: „Schicken erlaubt" — Freigabe, damit eine Nebenstation selbst an den Service ausgeben darf (typisch Buffet-Pommes-Platz).
- Event-Benachrichtigungen — Gangabruf, Tischwechsel, Storno — jeweils als Event konfigurierbar.
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Küchenchef | Am Gerät Workflow-Anpassungen via Stift-Symbol innerhalb der erlaubten Optionen (z. B. Widgets, Farben) |
Büro / Chef | Workflows in my.apro anlegen, kopieren, Schritte umbenennen, Bestellmanager zuordnen |
APRO-Techniker | Tiefergehende Anpassungen der Verteilerlogik; empfohlen bei komplexen Setups |
Varianten
- Standard Gastronomie — Bestellt → Produziert → Geschickt. Eine Hauptinstanz in der Küche, optional Abholmonitor.
- Mehrstufig Fine Dining — Bestellt → Produktionsfreigabe → Produziert → Plattiert → Geschickt. Plattier-Schritt liegt am Pass.
- Buffet / Fastfood — Jede Station schickt selbst aus. Ticket pro Artikel, damit Einzelprodukte (Pommes, Burger) unabhängig laufen.
- Abholkonzept — Zusätzlicher Schritt „Abholbereit", der automatisch den Abhol-Infoscreen bedient.
- Salat-/Dessertplatz als Nebeninstanz — Bekommt den Salat erst, wenn die warme Küche den Hauptgang freigibt — damit Vorspeise und Hauptgang zeitgleich am Pass sind.
- Express-Bestellung — Eigene Flag; wird über Sortierregel ganz nach vorne gereiht und löst optional Ton aus.
Problembehebung
- „Nebenmonitor sieht die Bestellung nicht" → Ist der Bestellmanager im entsprechenden Workflow-Schritt eingetragen? Sind die passenden Druckbereiche ausgewählt?
- „Bestätigungs-Button heißt nicht, wie besprochen" → In
Arbeitsabläufe → Schritt → Bezeichnunglässt sich der Button beschriften; gleiche Benennung erscheint dann am Gerät. - „Ein Gang wird auf dem Salatplatz nicht aktiv" → Der Workflow wartet auf Freigabe durch die Hauptinstanz. Option „Inaktiver Gang bedienbar" aktivieren, wenn der Platz unabhängig arbeiten soll.
- „Ersatzdrucker bei Ausfall druckt nichts" → Am Bestellmanager muss „Ausgefallen" aktiv sein und im Druckprofil ein Drucker hinterlegt sein.
- „Zu viele Events gleichzeitig" → Event-Filter pro Schritt verwenden, damit nicht jedes Gerät jeden Ton abspielt.
- „Gangabruf löst nicht aus" → Gangabruf-Modus prüfen; bei „deaktiviert" zeigt der Monitor den Abruf nicht an.
Siehe auch
bestellansicht-workflows.md— Ansicht des Kochsdruckbereiche-fallback-routing.md— Umleitung bei Ausfallbestellmanager-administration.md— Grundsetup und Wizardbon-styles-farbkodierung.md— Farbcodierung pro Schritt../bonneu/druckprofile.md— Klassische Druckprofile (BM-Alt)../bonneu/gangabruf.md— Gangabruf aus Kellnersicht
Bestellansicht im Arbeitsablauf
Zielgruppe: Küchenchef, Koch, Barkeeper, Passkoch
Typische Nutzung: Im laufenden Betrieb — der Bestellmanager läuft dauerhaft am Monitor in der Küche, an der Bar oder am Pass
Aufruf: Am Bestellmanager-Gerät selbst (läuft im Kiosk-Modus); alternativ im Browser über http://<Server-IP>:9090/bm oder als Windows-/Android-/iOS-Anwendung
Zweck
So funktionieren Bestellungen im Bestellmanager: Jede Bestellung, die ein Kellner an der Kasse abschickt, läuft als Ticket in den Bestellmanager und durchläuft dort feste Status — von „bestellt" über „in Arbeit" bis „fertig" und „ausgegeben". Der Koch arbeitet die Tickets per Fingerdruck ab; der Service sieht, was abholbereit ist.
Der Bestellmanager ist das Anzeigegerät in der Küche oder an der Bar. Statt eines Papierbons auf der Spießleiste bekommt der Koch jede neue Bestellung auf den Bildschirm — mit Gang, Tisch, Kellner, Menge und allen Zusatzangaben des Gastes. Jedes Ticket zeigt den aktuellen Stand: neu eingetroffen, in Arbeit, fertig zur Abgabe. Per Fingerdruck wandert das Ticket durch die Status bis es aus der Ansicht verschwindet. Der Koch hat immer sauber vor sich, was er gerade produziert, und in welcher Reihenfolge er es tun soll.
Ablauf
Standard-Arbeitsablauf an einem Küchen-Bestellmanager:
- Neue Bestellung trifft ein — Das Ticket erscheint oben links in der Ticketleiste, ein kurzer Signalton kann konfiguriert sein. Das Ticket zeigt Tisch, Kellner, Artikel und den aktiven Gang.
- Produktion starten — Mit einem Druck auf die Kochhaube (Schaltfläche im Ticketkopf) oder auf den einzelnen Artikel wechselt dieser vom Status „bestellt" in den Status „in Arbeit". Die Artikel sind dann farblich anders hinterlegt, damit das Team sieht: Das ist gerade in der Pfanne.
- Artikel fertigstellen — Sobald der Gang fertig ist, wird der Artikel auf „fertig" / „produziert" weitergeklickt. Das Ticket bekommt dadurch einen neuen Status, und gleichzeitig wird — je nach Arbeitsablauf — ein Hinweis-Bon am Pass gedruckt oder der nächste Gang auf einem Nebenmonitor freigeschaltet.
- Ausgabe / geschickt — Nach Freigabe an den Service verschwindet das Ticket aus der Hauptansicht. Bei Betrieben mit Abholmonitor springt die Bestellung automatisch auf den Abholbildschirm für den Gast.
- Summenleiste mitlesen — Rechts am Monitor läuft die Summenleiste: dort steht zusammengezählt, wie oft ein Artikel gerade bestellt ist („7× Schnitzel, 4× Pommes"). So sieht der Koch die Grundlage für Vorbereitung und Mise-en-Place, ohne durch alle Tickets zu scrollen.
- Gangabruf — Wenn der Kellner einen Gang abruft, springt der entsprechende Gang-Block im Ticket auf „aktiv" und wird farblich hervorgehoben. Erst dann wird der Gang in der Küche produziert.
Einstellungen
Das Anzeigeverhalten wird zentral in der Onlineverwaltung gepflegt und wirkt pro Bestellmanager:
- Anzahl Spalten/Reihen —
my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Darstellung— wie viele Tickets gleichzeitig sichtbar sind. - Schriftgröße/Text-Offset — dort ebenfalls; wichtig für weiter entfernte Küchenmonitore.
- Ticket pro Bestellung und Tisch / pro Bestellung / pro Artikel — Gruppierungsart, bestimmt, ob Nachbestellungen ein neues Ticket auslösen oder am bestehenden andocken.
- Sortierung — Bestellzeitpunkt, Gangwartezeit, Tischbereich, Express-Vorreihung, spezielle Regeln (z. B. „Nur Dessert zuerst").
- Inaktive Gänge bedienbar — Option, um auch spätere Gänge vorzeitig fertigzustellen.
- Status „geschickt" sichtbar — ob bereits ausgegebene Artikel weiterhin am Ticket stehen bleiben oder sofort verschwinden.
- Signalton bei neuer Bestellung — Audiodatei am Gerät, je Bestellmanager konfigurierbar.
- Widget-Anordnung — Ticketbereich, Summenleiste, Aktions- und Filterleiste, Statistik-Widget — können am Gerät per Stift-Symbol oben rechts umgestellt werden (langer Druck auf das Stift-Symbol öffnet den Edit-Modus).
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Koch / Bar | Bestellungen produzieren, Status weiterschicken, Undo der letzten Aktion im konfigurierten Rahmen |
Küchenchef | Zusätzlich Flags setzen (Express, Takeaway), Artikel sperren, Tickets löschen, einzelne Status überspringen |
Büro / Chef | Bestellmanager-Verhalten, Sortierung, Styles und Widgets pflegen |
Varianten
- Hauptinstanz in der Küche — führt die Bestellung; schickt Gänge an den Service.
- Nebeninstanz (Salatplatz, kalte Küche) — bekommt nur die für sie relevanten Workflowschritte oder Gänge (z. B. Salatvorspeisen).
- Abholmonitor — zusätzliche Instanz, die den Status „abholbereit" verarbeitet; wird vom Passpersonal bedient.
- Helferinstanz — verteilt Last bei Stoßzeiten automatisch zwischen zwei gleichwertigen Plätzen.
- Ticket pro Artikel (typisch Fastfood) — jeder Schnitzel-Artikel bekommt ein eigenes Ticket; perfekt für Einzelproduktion an der Fritteuse.
- Verschränkte Anzeige — ein Küchenmonitor sieht zusätzlich Getränke aus der Bar, rein zur Information — Weiterschicken nur am Verursacher-Gerät.
- Gangabruf inkrementell / auf alle Artikel / nur am Ticket — je nach Betriebs-Philosophie.
Problembehebung
- „Artikel bleiben nach dem Weiterschicken stehen" → Verbindung zum Nachrichtendienst prüfen. Am Gerät neu anmelden (beliebiger Bedienercode) oder Bestellmanager beenden und neu starten. Im Zweifel Support melden.
- „Bestellmanager reagiert nicht" → An-/Abmelden, dann Neustart. Wenn er dauerhaft hängt: Kasseneinstellung „Ausgefallen" aktivieren — ab dann druckt die Kasse Papier-Bons, bis der Monitor wieder läuft.
- „Bestellung taucht nicht auf, obwohl der Kellner sie geschickt hat" → Prüfen, ob der Artikel dem Druckbereich zugewiesen ist, der zu diesem Bestellmanager gehört. Das pflegt das Büro in
my.apro → Stammdaten → Spartenbzw. im Workflow. - „Signalton fehlt" → Tonsdatei nicht hinterlegt oder Pfad falsch. Am Gerät die Allgemeinen Einstellungen (Zahnrad oben rechts) prüfen.
- „Nebenmonitor zeigt zu viel" — Gangfilter bzw. Workflow-Zuweisung im BM-Verhalten korrigieren.
- „Text zu klein" — Text-Offset senken oder Anzahl Spalten reduzieren.
Siehe auch
workflows-definieren.md— Arbeitsabläufe und Stationen anlegendruckbereiche-fallback-routing.md— Druckbereiche und Ausfallverhaltenbon-styles-farbkodierung.md— Farbwelt und Hervorhebunginfoscreen-warteliste.md— Abholanzeige für den Gastbestellmanager-administration.md— Arbeitsplatz anlegen, Geräte zuordnen../bonneu/druckprofile.md— Druckprofile an der Kasse../bonneu/gangabruf.md— Nächsten Gang aus dem Kellnerblick
Bestellmanager-Administration
Zielgruppe: Büro, Chef, APRO-Techniker
Typische Nutzung: Einmalig bei der Ersteinrichtung; bei neuen Geräten, neuen Standorten oder Umbauten
Aufruf: Am Bestellmanager-Gerät (Ersteinrichtungs-Wizard); parallel `my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager`
Zweck
Bevor der Bestellmanager im Tagesgeschäft läuft, muss er einmal grundsätzlich eingerichtet werden. Diese Einrichtung legt fest, was für eine Instanz das Gerät ist (Haupt-, Neben- oder Abholmonitor), mit welchen Workflows es arbeitet, welche Widgets sichtbar sind und welche Berechtigungen am Gerät gelten. Die Administration teilt sich in zwei Bereiche: am Gerät selbst läuft der Wizard und die tägliche Feineinstellung, in der Onlineverwaltung (my.apro) liegen die übergreifenden Einstellungen, die alle Bestellmanager eines Betriebs betreffen. Mit sauberer Administration braucht der Bestellmanager im laufenden Betrieb keinen Eingriff mehr.
Einrichtungs-Ablauf
Typischer Ersteinrichtungs-Ablauf:
- Gerät vorbereiten — Bestellmanager-Software am Monitor-PC oder Android-Stick installieren. Netzwerk mit der Hauptkasse herstellen; feste IP oder DHCP-Reservat setzen.
- Ersteinrichtungs-Wizard starten — Beim ersten Start erscheint automatisch der Wizard. Er fragt nach Lizenzdaten (Kundennummer, Passwort) und verbindet das Gerät mit dem Betrieb.
- Instanztyp wählen — Hauptinstanz (typische Küche), Nebeninstanz (Salatplatz, Bar), Abholmonitor (für den Gast) oder Helferinstanz (Lastverteilung).
- Workflow auswählen — Welcher der in my.apro gepflegten Arbeitsabläufe wird auf diesem Gerät genutzt. Hier passiert die Zuweisung, nicht im Workflow selbst.
- Anzeigeoptionen festlegen — Historienansicht sichtbar, Summenleiste an/aus, Aktions-/Filterleiste aktiv, „Send" in Artikelliste aktiv, klappbare Artikelbereiche, Druckerauswahl möglich, im Status drucken. Diese Optionen sind je Gerät eigen.
- Zahnrad für Grundeinstellungen — Nach dem Wizard öffnet das Zahnrad oben rechts die Grundeinstellungen (Sprache, Lautstärke, Signalton-Datei, Ausgefallen-Schalter).
- Widget-Feinschliff — Langer Druck auf das Stift-Symbol oben rechts öffnet den Edit-Modus. Hier können Widgets (Ticketbereich, Summenleiste, Aktionsleiste, Filter, Custom-Buttons) positioniert und ein-/ausgeblendet werden.
- my.apro-Seite pflegen — Zentral in
my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → [Gerät]werden Verhalten (Ticket-Gruppierung, Sortierung, Gangabruf), Styles (Schrift, Farben, Standardview) und Workflow-Zuordnung gepflegt. Änderungen werden auf das Gerät gepusht. - Test-Bestellungen — Mindestens eine Bestellung pro relevantem Druckbereich, um Workflow, Anzeige und Drucker zu prüfen.
Einstellungen
Welche Einstellung liegt wo:
- Gerät-Zahnrad (oben rechts) — Lautstärke, Signalton, Sprache, Anzeige der Bediener-/Zeit-Info, „Ausgefallen" aktivieren, Cache leeren.
- Gerät-Stift-Symbol (oben rechts, lang drücken) — Widget-Layout, Widget sichtbar/unsichtbar, benutzerdefinierte Buttons, Detailgrad der Artikelzeile.
- my.apro → Bestellmanager → Verhalten — Ticket pro Bestellung / pro Tisch / pro Artikel, Sortierung, Gangabruf-Modus, Flags aktiv, Drag & Drop.
- my.apro → Bestellmanager → Styles — Schrift, Farben, Standardview mit Bedingungen (siehe
bon-styles-farbkodierung.md). - my.apro → Bestellmanager → Arbeitsabläufe — Workflow-Schritte, Schritt-Bezeichnungen, Status-Farben, Druckbereichszuordnung.
- my.apro → Bestellmanager → Profile — Zusammenfassung, welcher Bestellmanager welchen Workflow in welcher Konfiguration nutzt.
- my.apro → Bestellmanager → Geräte — Geräte-Liste, Lizenzstatus, Verbindung, Ersatzdrucker.
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Koch / Bar | Lautstärke, Signalton am Gerät, „Ausgefallen" aktivieren, Widgets neu positionieren (wenn freigegeben) |
Küchenchef | Zusätzlich Standardview am Gerät, Custom-Buttons, Widget-Layout |
Büro / Chef | Alle my.apro-Bereiche: Verhalten, Styles, Arbeitsabläufe, Geräte, Lizenzen |
APRO-Techniker | Ersteinrichtung, Netzwerk, Drucker-Anbindung, Updates |
Varianten
- Single-Küche — Eine Hauptinstanz, ein Abholmonitor. Schlankes Setup, wenig Pflege.
- Küche + Salat + Bar + Abholung — Vier Instanzen, jede mit eigenem Workflow-Filter. Standardsetup in mittelgroßen Gastronomien.
- Zweig-Betrieb — Mehrere Standorte teilen sich das my.apro, jeder Standort hat eigene Geräte. Styles können zentral gepflegt oder standortspezifisch überschrieben werden.
- Mobile Nebeninstanz (Tablet) — Android-Bestellmanager an der Grill-Station; identische Konfiguration wie am Monitor, aber mit Touch-optimiertem Widget-Layout.
- Helferinstanz — Zwei gleichwertige Plätze in Spitzenzeiten; Konfiguration erfolgt im Verhalten des Bestellmanagers (Lastverteilung aktiv).
- Abholmonitor ohne Küchenplatz — Nur Abholanzeige; kein Bedieneingriff. Typisch bei Pizzeria und Take-Away.
Problembehebung
- „Wizard startet nicht mehr neu" → Lokale Konfiguration löschen (Techniker). Gerät-Zahnrad bietet „Gerät neu einrichten".
- „Gerät verliert die Verbindung" → Netzwerk prüfen, feste IP setzen, Router-Logs kontrollieren. In der Gerät-Liste in my.apro ist der Status der Verbindung sichtbar.
- „Einstellung aus my.apro kommt nicht an" → Gerät hat veralteten Cache. Zahnrad → Cache leeren, Gerät neu starten.
- „Widget verschwindet nach Update" → Layout wird am Gerät gespeichert; nach einem größeren Update kann es zurückgesetzt sein. Im Stift-Modus erneut anordnen.
- „Custom-Button tut nichts" → Funktion im Button-Editor falsch zugeordnet. Prüfen, welche Aktion/Status hinterlegt ist.
- „Lizenzfehler" → In
my.apro → Bestellmanager → GeräteStatus und Lizenzzuordnung prüfen. - „Mehrere Köche sehen unterschiedliche Layouts" → Widget-Layout liegt am Gerät. Bei mehreren Bestellmanagern separat anpassen oder via Template-Gerät klonen (Techniker).
Siehe auch
workflows-definieren.md— Arbeitsabläufe pflegenbestellansicht-workflows.md— Tagesablauf aus Küchensichtbon-styles-farbkodierung.md— Visuelle Hervorhebungdruckbereiche-fallback-routing.md— Drucker und Ausfallverhalteninfoscreen-warteliste.md— Abholanzeige für den Gast- Schnittstellen-Doku: Ersteinrichtung/Installation Bestellmanager
Bon-Styles und Farbkodierung
Zielgruppe: Büro, Küchenchef, Chef
Typische Nutzung: Einmalig beim Einrichten; Nachjustierung, wenn sich Arbeitsabläufe oder Räume ändern (z. B. neuer Tischbereich „Terrasse")
Aufruf: `my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Styles`; Feinarbeit am Gerät via Stift-Symbol oben rechts
Zweck
Gute Ticket-Gestaltung ist kein Design-Thema, sondern Arbeitsschutz: Der Koch soll in der Hektik auf einen Blick sehen, was dringend ist, was noch wartet und was außer der Reihe produziert werden muss. Farbkodierung und Bon-Styles machen das möglich. Tickets bekommen Farben je nach Tischbereich, Wartezeit, Express-Flag oder Takeaway. Schriftgröße und Hervorhebung lassen sich so einstellen, dass auch aus drei Metern Entfernung die wichtigsten Informationen lesbar sind. Konsistente Farben helfen neuen Mitarbeitern, sich schneller zurechtzufinden.
Einrichtungs-Ablauf
Typischer Einrichtungs-Ablauf:
- Farbpalette festlegen — Welche Farbe steht wofür? Üblich sind z. B. Grün = Express, Rot = lange Wartezeit, Blau = Takeaway, Gelb = Terrasse. Die Palette einmal festlegen und dann im ganzen Haus konsistent halten.
- Globale Styles pflegen — In
my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Styleswerden die allgemeinen Einstellungen gemacht: Schriftgröße, Schriftgewicht, Abstand, Beilagen-Darstellung (untereinander oder daneben), Standardansicht (Ticketbereich, Zeilen, Spalten). - Standardview mit Bedingungen — Innerhalb der Styles gibt es den „Standardview", in dem pro Widget Regeln definiert werden können: „Wenn Tischbereich = Terrasse, dann Hintergrund Gelb", „Wenn Takeaway = ja, Schrift weiß auf Dunkelblau", „Wenn Wartezeit > 15 Minuten, Rahmen rot blinkend".
- Workflow-Stati farbig hinterlegen — In
my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Arbeitsabläufe → Schrittkann jeder Status eine Farbe bekommen (bestellt = Blau, in Arbeit = Orange, fertig = Grün). So erkennt der Koch den Status des Tickets auf Augenhöhe. - Tischbereich-Farben — In
my.apro → Stammdaten → Tischplan → Bereicheine Primärfarbe hinterlegen. Der Bestellmanager übernimmt sie als Hintergrund oder Rahmen je nach Standardview-Regel. - Gerät-Feinschliff — Am Bestellmanager selbst: Stift-Symbol oben rechts lange drücken, Edit-Modus aktivieren, Widgets farblich und positional anpassen. Änderungen werden mit dem Gerät gespeichert, nicht zentral.
- Probelauf — Bestellung aus jedem relevanten Bereich bonieren (Terrasse, Innen, Takeaway, Express). Prüfen, ob Farben und Schriftgrößen am Monitor aus mehreren Metern gut ablesbar sind.
Einstellungen
Die wichtigsten Parameter:
- Globale Schriftgröße, Schriftgewicht, Zeilenabstand —
my.apro → Bestellmanager → Styles. - Beilagen-Darstellung — untereinander, daneben, eingerückt — dort ebenfalls.
- Standardview-Regeln — bedingte Styles (If-Then), definiert pro Widget (Kopfzeile, Artikelzeile, Summenleiste).
- Tischbereichsfarbe —
my.apro → Stammdaten → Tischplan → Bereich; wird optional am Bestellmanager übernommen. - Workflow-Status-Farbe — pro Workflow-Schritt.
- Flags — Takeaway, Express, Cancelled, Next Course — werden als Symbol und Farbe am Ticket sichtbar.
- Text-Offset — zentral in den Styles; verschiebt die Darstellung bei Monitoren mit Randverschnitt.
- Farbprofil pro Bestellmanager — für Betriebe mit Tag- und Nachtbetrieb oder unterschiedlicher Raumbeleuchtung.
- Signalton als akustische Farbe — nicht visuell, aber wirkungsgleich: eigene Tonsdateien für „Express" und „Terrasse".
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Koch / Bar | Farben konsumieren — keine eigenen Anpassungen |
Küchenchef | Widget-Position und kleine visuelle Details am Gerät |
Büro / Chef | Styles, Regeln, Farben zentral in my.apro pflegen |
Varianten
- Zweifarbig minimalistisch — Nur zwei Farben: neu vs. fertig. Ideal für kleine Betriebe, die nicht mit Bereichen arbeiten.
- Bereichsfarbkonzept — Jeder Tischbereich bekommt eine eigene Farbe (Terrasse Gelb, Bar Braun, Saal Weiß). Der Koch weiß sofort, wo der Service hinläuft.
- Ampel-Wartezeit — Grün (neu) → Gelb (>5 Min) → Rot (>15 Min). Wirkt diszipliniert und hilft dem Pass bei der Priorisierung.
- Flag-Fokus — Standardbestellungen neutral, nur Flags (Express, Takeaway) bekommen Farbe. Reduziert visuelle Unruhe.
- Großer Monitor / kleine Schrift — Schriftgröße reduziert, mehr Tickets gleichzeitig sichtbar. Passt zu Küchen mit >20 Tickets in Spitzenzeiten.
- Kleiner Monitor / große Schrift — Weniger Tickets, dafür aus drei Metern lesbar. Passt zu kleiner Küche mit einem Koch.
Problembehebung
- „Farbe wirkt nicht" → Standardview-Regel prüfen; Reihenfolge zählt, die obere Regel gewinnt.
- „Terrassen-Gelb ist überall" → Bedingung zu breit gefasst (z. B. „alle Tische"). Filter auf Tischbereich setzen.
- „Schrift zu klein auf dem Küchenmonitor" → Globale Schriftgröße in Styles erhöhen; Text-Offset anpassen, falls Buchstaben am Rand abgeschnitten werden.
- „Flags werden nicht angezeigt" → Flags in den Bestellmanager-Verhalten aktivieren und sichtstellen, dass das Workflow-Widget sie anzeigt.
- „Farben sehen am Küchenmonitor anders aus als am Chef-PC" → Monitor-Kalibrierung unterschiedlich. Mit kräftigen Grundfarben arbeiten, keine Pastelltöne.
- „Nach Update sind die Farben weg" → Widget-Anpassungen liegen am Gerät. Prüfen, ob der Monitor den Cache leer gezogen hat; ggf. am Gerät die Styles neu laden (Zahnrad → Allgemein → Neu laden).
- „Wartezeit-Farbe aktualisiert sich nicht" → Regel braucht ein Refresh-Interval (standardmäßig 1 Minute). Falls seltener nötig: mit APRO-Support absprechen.
Siehe auch
bestellansicht-workflows.md— Standardansicht am Monitorworkflows-definieren.md— Status mit Farben hinterlegenbestellmanager-administration.md— Widget-Pflege am Gerätdruckbereiche-fallback-routing.md— Stationen und Monitorzuweisung../bonneu/tischplan.md— Tischbereich-Farben
Druckbereiche und Fallback-Routing
Zielgruppe: Büro, Chef, APRO-Techniker bei der Einrichtung
Typische Nutzung: Einmalig beim Einrichten; punktueller Eingriff im Störfall (Drucker offline)
Aufruf: my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Arbeitsabläufe (für BM-Neu) bzw. `my.apro → Kassenmodule → Drucker & Profile` (für BM-Alt und allgemeine Drucker)
Zweck
Druckbereiche steuern, wohin ein Artikel nach der Bonierung läuft: Welche Küche sieht ihn auf dem Monitor, welcher Drucker legt einen Papier-Bon aus? Fällt ein Bestellmanager oder Drucker aus, muss die Bestellung trotzdem ankommen — sonst steht die Küche im Dunkeln. Das Fallback-Routing regelt den Ersatzweg: Welcher Drucker übernimmt, wenn der Hauptmonitor nicht mehr reagiert? Soll ein Sammeldruck laufen oder alles auf einen Reservedrucker gehen? Sauber konfiguriert übersteht der Betrieb Papierstau, Netzwerkabbruch oder einen abgestürzten Bestellmanager ohne Bedienereinsatz.
Einrichtungs-Ablauf
Typischer Einrichtungs-Ablauf:
- Drucker als Geräte anlegen — `my.apro → Kassenmodule → Administration → Geräte`. Jeder Drucker wird mit Modell, Anschluss (Netzwerk/IP oder OPOS) und fester IP-Adresse erfasst. Für Netzwerkdrucker ist ein DHCP-Reservat oder eine statische IP Pflicht.
- Druckbereiche benennen — z. B. „Küche warm", „Küche kalt", „Bar", „Pass", „Terrasse". Druckbereiche sind die Gruppe, über die Sparten und Artikel sich ihren Zielplatz aussuchen.
- Sparten/Artikel Druckbereichen zuordnen —
my.apro → Kassenmodule → Sparten & Steuern → Sparten. Jede Sparte kennt ihren Zielbereich; Ausnahmen lassen sich pro Artikel einzeln setzen. - Bestellmanager an Druckbereiche hängen — Im Workflow-Schritt (BM-Neu) bzw. im Druckprofil (BM-Alt) wird definiert, welche Druckbereiche der jeweilige Bestellmanager anzeigen soll. Dieselben Artikel können auch zusätzlich an einem Drucker ausgegeben werden („doppelte Ausgabe").
- Fallback-Drucker setzen — Für jeden Bestellmanager ein Ersatzdrucker im Druckprofil hinterlegen. Solange der Bestellmanager-Status „Ausgefallen" nicht aktiv ist, wird der Ersatzdrucker nicht bedient; sobald „Ausgefallen" an ist, landen alle offenen und neuen Bestellungen dort als Papier-Bon.
- Sammeldruck definieren (optional) — Für kleine Teams kann ein Sammel-Bon eingerichtet werden, der pro Bestellung alle Positionen auf ein Blatt druckt, anstatt jede Station eigen.
- Test — Artikel aller Sparten einmal bonieren und prüfen: Korrekter Monitor, korrekter Drucker. Anschließend den Bestellmanager manuell auf „Ausgefallen" stellen und erneut bonieren — der Ersatzdrucker muss jetzt laufen.
Einstellungen
Zentrale Punkte für Büro und Techniker:
- Druckbereiche —
my.apro → Kassenmodule → Drucker & Profile → Druckbereich(BM-Alt) bzw. direkt im Workflow (BM-Neu). - Sparte → Druckbereich — `my.apro → Kassenmodule → Sparten & Steuern → Sparten`.
- Artikel-Abweichung — `my.apro → Artikel → [Artikel] → Druckbereich`. Eine Sparte „Warme Speisen" landet in der Küche; ein einzelner Artikel lässt sich ausnahmsweise auch an die Bar routen.
- Bestellmanager-Zuweisung pro Workflow-Schritt — `my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → Arbeitsabläufe`.
- Fallback / „Ausgefallen" —
my.apro → Kassenmodule → Bestellmanager → [BM] → Ausgefallenoder direkt am Bestellmanager-Gerät (Zahnrad → Allgemeine Einstellungen). Zusätzlich muss ein Drucker im Druckprofil gesetzt sein. - Verschränkte Anzeige — Ein Bestellmanager kann zusätzlich Druckbereiche anderer Stationen anzeigen, ohne diese weiterschicken zu können (z. B. Küche sieht zur Info die Bar-Bestellungen).
- Status-Bon (BM_Status) — Ein Ersatz-Bon, der beim Erreichen eines bestimmten Status ausgedruckt wird (Artikelinfo, Tisch, Uhrzeit).
- Helferinstanz — Zweiter gleichwertiger Bestellmanager, der bei aktiver Lastverteilung jede zweite Bestellung übernimmt (siehe
workflows-definieren.md).
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Koch / Bar | Im Störfall „Ausgefallen" am Gerät aktivieren (sofern die Option freigegeben ist) |
Chef | „Ausgefallen"-Schalter, Nachdruck einzelner Bons |
Büro / Techniker | Druckbereiche, Drucker, Workflow-Zuordnungen, Fallback-Routing |
Varianten
- 1-Drucker-Setup — Ein Küchendrucker ersetzt den Bestellmanager komplett. Kein Monitor nötig; der Bon kommt per Papier.
- Monitor + Ersatzdrucker — Standardsetup: Bestellmanager in der Küche, im Fehlerfall übernimmt ein Thermodrucker in der Nähe.
- Monitor + Sammeldruck Pass — Küche arbeitet am Monitor, am Pass läuft zusätzlich ein Sammel-Bon pro Tisch zur Ausgabekontrolle.
- Zwei Hauptinstanzen + Helfer — Zwei gleichwertige Küchenmonitore verteilen die Last, ein dritter Ersatzdrucker übernimmt, wenn beide ausfallen.
- Verschränkte Info-Anzeige — Bar sieht Küchenbestellungen „nur lesen"; hilfreich bei Gastronomie mit kombinierten Gängen.
- Terrassenmodus — Eigener Druckbereich Terrasse, wird bei Schlechtwetter am Zeitplan oder manuell deaktiviert.
Problembehebung
- „Drucker offline, neue Bestellung nicht sichtbar" → Bestellmanager auf „Ausgefallen" stellen. Ab diesem Moment druckt der Ersatzdrucker. Sobald der Monitor wieder läuft, Option deaktivieren.
- „Ersatzdrucker druckt nichts" → Im Druckprofil muss der Drucker hinterlegt und aktiviert sein. Papier, Netzverbindung, Strom prüfen. Log im Servicemanager kontrollieren.
- „Küche sieht die Bar-Bestellung mit" → Entweder ist die Sparte „Getränke" falsch einem Druckbereich zugeordnet oder die Verschränkung ist zu breit konfiguriert.
- „Artikel landet am falschen Monitor" → Prüfen: Sparte → Druckbereich → Bestellmanager-Zuweisung. Ein Fehler in der Kette genügt.
- „Bei Ausfall wird nichts nachgedruckt" → „Ausgefallen" bedeutet: ab Aktivierung. Bestellungen, die zuvor schon am Monitor waren, müssen ggf. per Nachdruck aus der Historie geholt werden.
- „Sammelbon kommt doppelt" → Druckbereich ist sowohl im Workflow als auch im klassischen Druckprofil aktiv. Für BM-Neu ausschließlich den Workflow nutzen; klassisches Profil bereinigen.
- „Nach Neustart ist ‚Ausgefallen‘ immer noch aktiv" → Schalter ist bewusst persistent. Manuell deaktivieren, sobald der Bestellmanager wieder sauber läuft.
Siehe auch
workflows-definieren.md— Workflows und Zuweisungenbestellansicht-workflows.md— Tägliche Anwendung am Monitorbestellmanager-administration.md— Geräte anlegen, Wizard../bonneu/druckprofile.md— Klassische Druckprofile- Druckeranbindung (Techniker): Netzwerk- und Geräteanbindung der Drucker erfolgt über die Geräteverwaltung in my.apro (keine eigene Schnittstellen-Doku)
Infoscreen und Warteliste für den Gast
Zielgruppe: Gastro-Betrieb mit Abholtheke (Pizza, Asia, Kiosk, Snack-Theke)
Typische Nutzung: Permanent sichtbar im Gastraum; zeigt Bestellnummern, die zur Abholung bereit sind
Aufruf: Am Abhol-Monitor über den installierten Browser (Chrome-Kiosk) oder als eigenes Abhol-Gerät
Zweck
An der Abholtheke braucht der Gast eine einfache, klare Anzeige: „Ist meine Bestellung fertig?" Der Infoscreen beantwortet genau diese Frage. Er zeigt Bestellnummern in zwei Spalten — links „in Zubereitung", rechts „abholbereit". Sobald die Küche eine Bestellung auf den Status „abholbereit" setzt, wandert die Nummer von links nach rechts, begleitet von einem kurzen Signalton. Der Gast muss nicht fragen, die Theke wird entlastet, der Ablauf ist ruhiger. Der Infoscreen ergänzt den Bestellmanager und läuft auf einem einfachen Display oder TV-Gerät — kein Kassengerät, kein Bedieneingriff.
Einrichtungs-Ablauf
Typischer Einrichtungs-Ablauf am Standort:
- Hardware stellen — TV oder Monitor an Position im Gastraum, gut sichtbar von der Theke aus. Dazu ein schlanker PC oder Mini-PC (Windows, Linux oder Android-Stick) mit Chrome/Browser.
- Bestellmanager vorbereiten — Im Workflow muss ein Schritt „Abholbereit" existieren (siehe
workflows-definieren.md). Auf diesem Schritt reagiert der Infoscreen. - Infoscreen-Paket entpacken — Das Paket wird vom APRO-Techniker installiert, typischerweise unter
c:\aprokassa\warteliste. Im Ordner liegenindex.htmlund eine Konfigurationsdatei. - Konfiguration setzen — In der Konfiguration werden hinterlegt: Server-IP (Hauptkasse/Backendserver),
BmID(welcher Bestellmanager),WorkflowStepId(welcher Schritt bedeutet „abholbereit"). Optional: Sound, Anzeigedauer pro Nummer, Layout (Spaltenzahl, Farben). - Chrome-Kiosk-Modus — Chrome wird so gestartet, dass nur die Infoscreen-Seite zu sehen ist, ohne Adressleiste und ohne Tabs. Ein Autostart-Skript sorgt dafür, dass der Infoscreen nach einem Neustart automatisch wieder läuft.
- Test — Bestellung aufgeben, in der Küche durchlaufen und auf „abholbereit" setzen. Nummer erscheint rechts, Ton spielt, nach konfigurierter Zeit verschwindet sie wieder.
Einstellungen
Zentrale Konfigurationspunkte:
- Server-IP — IP der Hauptkasse oder des Backend-Servers, die den Bestellmanager-Status liefert.
- BmID — ID des Bestellmanagers, dessen Status gezeigt wird. Mehrere Infoscreens für unterschiedliche Küchen sind möglich.
- WorkflowStepId — Die ID des Schritts „Abholbereit". Wird vom APRO-Techniker aus der Workflow-Definition kopiert.
- Anzeigedauer — Wie lange bleibt eine Nummer rechts sichtbar (typisch 2–5 Minuten).
- Signalton — Audiodatei, die beim Statuswechsel abgespielt wird. Dezente Töne bevorzugen; zu laute Töne stören Gastraum.
- Layout — Schriftgröße, Spaltenbreite, Farben (entsprechend Corporate Design). In der HTML/CSS-Konfiguration vom Techniker anpassbar.
- Maximalanzahl Nummern pro Spalte — Bei hohem Durchsatz begrenzen, damit ältere Nummern rechtzeitig verschwinden.
- Bestellnummernformat — Bestellnummer, Pagernummer, Name — je nach Betriebsart (siehe Kiosk-Ablaufoptionen).
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Gast | Nur lesen — sieht seine Nummer |
Theken-/Servicekraft | Manuell Nummern verschwinden lassen, wenn der Gast bereits abgeholt hat |
APRO-Techniker | Infoscreen installieren, konfigurieren, Autostart und Netzwerk einrichten |
Varianten
- Klassisches Pizzeria-Modell — Zwei Spalten: „in Produktion" / „bereit". Ton beim Wechsel. Einfachste Form.
- Abholname statt Nummer — Statt einer laufenden Nummer wird der Gastname angezeigt (bei Self-Service-Theken). Setzt eine Namenseingabe bei der Bestellannahme voraus.
- Dreistufig — „Angenommen" / „in Produktion" / „bereit". Nur sinnvoll, wenn der Gast auch den ersten Schritt sehen darf (z. B. Drive-In).
- Mehrfach-Monitore — Jede Station (Küche / Bar) hat einen eigenen Infoscreen. Umsetzung über mehrere BM-IDs.
- Werbeblock — Zwischen den Bestellnummern können Bilder oder ein Werbe-Slot eingeblendet werden; Umsetzung über HTML-Layout.
- Info-TV mit Zeitanzeige — Zusätzliche Info-Widgets (Uhrzeit, Tageskarte). Häufig bei Bäckereien und Kiosks.
Problembehebung
- „Nummern erscheinen nicht" → Netzwerkverbindung prüfen, Server-IP in der Konfiguration, BmID korrekt gesetzt. Zu 90 % liegt der Fehler in einer dieser drei Angaben.
- „Nummer bleibt links stehen, obwohl die Küche freigegeben hat" → WorkflowStepId stimmt nicht mit dem „Abholbereit"-Schritt überein. Techniker muss die ID gegen den aktiven Workflow abgleichen.
- „Chrome schließt sich beim Neustart" → Autostart-Eintrag fehlt oder falsch. Kiosk-Modus erneut über das Installationsskript aufsetzen.
- „Signalton zu laut/leise" → Audio-Pegel am Gerät regeln; alternativ andere Audiodatei in der Konfiguration hinterlegen.
- „Nummer verschwindet zu schnell/zu langsam" → Anzeigedauer in der Konfiguration anpassen.
- „Im Zweifel erscheinen falsche Nummern" → Zwei Bestellmanager liefern parallel; die BmID passt nicht, oder ein Testgerät bleibt verbunden. Techniker muss Filter klären.
- „Schwarzer Bildschirm nach Neustart" → Monitor im Stromsparmodus. HDMI-Kabel, Monitor-Einstellungen (Kein Standby) prüfen.
Siehe auch
workflows-definieren.md— Schritt „Abholbereit" einrichtenbestellansicht-workflows.md— Tägliche Anwendung am Bestellmanagerbestellmanager-administration.md— Wizard für Abhol-Monitor../kiosk/kiosk-ablaufsteuerung.md— Bestellnummer vs. Pager vs. Name- Schnittstellen-Doku: Installation Abholmonitor