Zielgruppe: Chef, Büro
Typische Nutzung: Einmalig beim Einrichten des Lieferbetriebs, danach gelegentlich bei Anpassungen (Zone erweitern, Pauschale ändern, neue Öffnungszeiten)
Aufruf: my.smorder.at → Module → Zustellung (bzw. Delivery)
Zweck
Wer Lieferung anbietet, muss für jeden Gast vor dem Bestellen klar sein: Liefert der Betrieb überhaupt zu dieser Adresse? Wie teuer wird es? Wie lange dauert es? Ab welcher Bestellsumme liefert er? Lieferzonen und Lieferzeiten in Smorder sind die Antwort auf genau diese vier Fragen — gepflegt im Büro, automatisch wirksam im Webshop-Checkout. Der Gast gibt seine Adresse ein und sieht sofort, ob und unter welchen Bedingungen geliefert wird.
Ablauf Einrichtung
Typischer Ablauf „Lieferbetrieb scharfstellen":
- Liefergebiet grob überlegen — Stadt-/Ortsteile, Umkreis in Kilometern, maximale Fahrzeit. Danach richtet sich, ob mit Postleitzahlen, Radius oder einer Kombination gearbeitet wird.
- Basis-Lieferzeitfenster definieren — Pro Wochentag die Zeiten, in denen überhaupt zugestellt wird (z. B. Mo–Fr 17:00–22:00, Sa/So 11:30–22:00).
- Zonen anlegen — entweder nach Postleitzahl (eine oder mehrere je Zone) oder nach Kilometer-Radius vom Lokal aus. Pro Zone werden Lieferpauschale, Mindestbestellwert und — falls nötig — ein abweichendes Zeitfenster hinterlegt.
- Karten-/Adress-Prüfung konfigurieren — der Gast gibt im Checkout die Straße + Hausnummer + PLZ ein; das System prüft gegen die Zonen und zeigt entweder die Bedingungen oder eine Meldung „Leider liefern wir nicht in Ihr Gebiet".
- Zuschläge einrichten — z. B. Wochenendzuschlag, Feiertagszuschlag, Nachtzuschlag ab 21:30, Mindestbestellwert für abgelegene Zonen.
- Zustellzeitfenster pro Artikel — auf Menükartenebene lässt sich festlegen, ob ein Artikel überhaupt zugestellt werden darf (z. B. Eisgerichte nur bis Umkreis 3 km).
- Fahrer- und Übergabe-Workflow — wie die Bestellung im Betrieb landet: eigener Lieferschein-Bon, Fahrer-Liste im Bestellmanager, optional Statusänderungen „In Zustellung"/„Zugestellt" über die Waiter-UI.
- Test mit Realadressen — drei bis fünf Testadressen aus unterschiedlichen Zonen durchspielen, bevor live geschaltet wird.
Einstellungen
- Zonentyp — Postleitzahlen, Radius (Kilometer vom Betrieb), manuelle Polygon-Definition (wenn verfügbar). Typisch: kleines Stadtgebiet mit PLZ, größere Umkreise mit Radius.
- Lieferpauschale pro Zone — fixer Betrag, wird zur Rechnung addiert. Kann bei hohen Bestellwerten auf Null gesetzt werden („Gratislieferung ab 50 €").
- Mindestbestellwert pro Zone — Zonen nahe am Lokal oft mit niedrigem Mindestwert (z. B. 15 €), entferntere Zonen mit höherem (25–40 €).
- Zeitfenster pro Zone — abweichende Zustellzeiten, z. B. „Randzone nur bis 20:00" statt Hauptzone bis 22:00.
- Mindest-Vorlaufzeit — Zeit, die das Lokal zwischen Bestellung und Auslieferung mindestens braucht (z. B. 45 min bei stark frequentierten Abenden). Wird zur Rüst- und Fahrzeit zusammengezählt.
- Zeitfenster-Granularität — in welchen Schritten der Gast Liefertermine wählen kann (meist 15 oder 30 min).
- Tage im Voraus — Ein Tag (nur heute) bis sieben Tage (wochenweise Vorplanung). Für normale Pizzalieferung 0, für Catering 5–7.
- Feiertage und Schließtage — separat pflegbar, blockieren automatisch den Liefertag.
- Wochenend-/Nacht-/Feiertagszuschlag — pauschal oder prozentual, pro Zone getrennt möglich.
- Maximale Bestellungen pro Zeitfenster — Kapazitätsgrenze pro 15-/30-Minuten-Slot. Ist ein Slot voll, wird er für weitere Gäste ausgeblendet und der Nächstfrüheste angeboten.
- Adressprüfung automatisch — zusätzliches Geo-Coding oder manuelle PLZ-Liste.
Berechtigungen
Rolle | Was sie damit machen kann |
|---|---|
Chef | Zonen anlegen/ändern, Pauschalen und Mindestwerte festlegen, Zuschläge aktivieren |
Büro | Laufende Pflege: neue PLZ ergänzen, Zeitfenster anpassen, Kapazitätsgrenzen justieren |
Marketing | Aktionen pro Zone (z. B. „Diese Woche Gratislieferung in Zone A") über zeitlich begrenzte Pauschal-Änderungen |
Servicekraft / Fahrer | Kein Zugriff auf das Setup — sieht nur die bereitstehenden Lieferaufträge im Bestellmanager oder in der Fahrer-Ansicht |
Varianten
- Reine Innenstadt-Lieferung mit PLZ-Liste — wenige Postleitzahlen, feste Pauschale. Einfach zu pflegen, typisch für Pizzerien und Cafés.
- Umkreis-Lieferung mit Radius — z. B. 5 km ringsum, höhere Pauschale ab 3 km. Geeignet für ländlichere Gebiete ohne saubere PLZ-Struktur.
- Mehrzonen-Modell — drei bis fünf konzentrische Zonen mit unterschiedlichen Pauschalen, Mindestwerten und Zeitfenstern.
- Zone mit Gratislieferung ab Wert X — Pauschale wird automatisch auf Null gesetzt, wenn die Bestellsumme eine Schwelle überschreitet.
- Eingeschränkte Zustellzeitfenster pro Zone — z. B. „Randzone nur mittags 11:30–14:00 und abends 18:00–20:00" — passt bei Betrieben mit zwei Lieferwellen.
- Catering-Zone mit Vorlauf — eigene Zone mit mehreren Tagen Vorlauf und hohem Mindestbestellwert, getrennt vom Tagesgeschäft.
- Feiertagszuschlag — Zuschlag nur an ausgewählten Tagen, Pauschale bleibt sonst unverändert.
- Kombination Lieferung + Abholung — dieselbe Menükarte, beide Flows aktiv. Jeder Flow hat eigene Zeitfenster und Mindestbestellwerte (siehe
preorder-takeaway-delivery.md).
Zusammenspiel mit der Menükarte
Zustellzeitfenster werden auf zwei Ebenen gepflegt: einmal pauschal pro Zone (wann darf überhaupt geliefert werden) und einmal pro Artikel/Kategorie in der Menükarte (darf dieser Artikel überhaupt zugestellt werden). Die Schnittmenge entscheidet, was der Gast bei einer konkreten Adresse und Uhrzeit im Checkout sieht. Wenn z. B. ein Pizzaofen freitags bis 23:00 läuft, aber die Randzone nur bis 21:30 beliefert wird, bekommt der Gast aus der Randzone den letzten Liefertermin entsprechend früher angezeigt.
Problembehebung
- „Gast bekommt ‚wir liefern nicht an diese Adresse', obwohl die Adresse eigentlich im Gebiet liegt" → PLZ-Zuordnung prüfen (Tippfehler in der Postleitzahl?). Bei Radius-Zonen: Geo-Coordinate des Betriebs korrekt? Straßen mit ungenauer Zuordnung manuell ergänzen.
- „Lieferpauschale stimmt nicht" → mehrere Zonen überlappen, falsche Zone gewinnt. Priorität der Zonen prüfen; engere Zone (kleinerer Radius, spezifischere PLZ) sollte Vorrang vor weiträumigeren bekommen.
- „Mindestbestellwert wird vom System nicht gezogen" → Wert im Setup gesetzt, aber im aktiven Flow steht noch der globale Wert. Zonen-Wert überschreibt den globalen nur, wenn er explizit gesetzt ist.
- „Keine Lieferzeiten verfügbar" → Das aktuelle Fenster ist voll (Kapazitätsgrenze) oder die Mindest-Vorlaufzeit schneidet heute ab. Kapazitäten kurzfristig erhöhen oder Vorlaufzeit prüfen.
- „Feiertag wurde übersehen" → Schließtag-Kalender pflegen; die meisten Betriebe tragen Feiertage für ein Jahr im Voraus ein.
- „Fahrer sieht die Bestellung nicht" → Workflow ggf. auf „TPS Quick" ohne Fahrer-Zwischenschritt umgestellt. Für Lieferung muss der Fahrer-Schritt aktiv sein (siehe
preorder-takeaway-delivery.md). - „Zuschlag wird nicht angezeigt" → Zuschlag nur zonen- oder zeitabhängig aktiv. Prüfen, ob die aktuelle Bestellung die Bedingung erfüllt (Uhrzeit, Wochentag).
Siehe auch
preorder-takeaway-delivery.md— Entscheidung Abholung vs. Lieferung vs. Tischbestellungmenuekarten-management.md— Artikel-Ebene: welcher Artikel darf zugestellt werdenwebshop-einrichtung.md— Grundsetup vor der Zonendefinitionstripe-paypal-zahlung.md— Online-Zahlung für Lieferbestellungen (Trinkgeld an den Fahrer etc.)../bestellmanager/— Fahrer-Ansicht und Lieferschein-Bon../myapro/online-reports.md— Auswertung der Lieferumsätze nach Zone
